Wissen
SDL & Netzkapazität
Ein Speicher, der primär für PeakShaving dimensioniert ist, hat die meiste Zeit freie Kapazität. Diese lässt sich vermarkten: als Regelleistung für Swissgrid (Systemdienstleistungen, SDL) oder durch Arbitrage am Spotmarkt – zusätzliche Erlöse ohne zusätzliche Hardware.
Was sind Systemdienstleistungen?
Swissgrid beschafft Regelleistung, um das Netz stabil bei 50 Hz zu halten. FCR (Primärregelleistung) reagiert in Sekunden, aFRR (Sekundärregelleistung) in Minuten. Batteriespeicher sind dafür technisch ideal und erzielen wöchentliche Vorhalteentgelte pro vorgehaltenem MW.
Wie rechnet der Simulator?
Nach der PeakShaving-Simulation wird ermittelt, welche Leistung und Energie für die Spitzenkappung reserviert bleiben muss. Der Rest wird mit marktüblichen Preisen für FCR, aFRR und Spot-Spreads bewertet – inklusive Hinweis, ob ein Pooling-Anbieter nötig ist (Mindestgebotsgrösse 1 MW).
Revenue Stacking in der Praxis
Die Kombination macht Grossspeicher hochrentabel: Leistungstarif-Einsparung als sichere Basis, SDL-Erlöse als Zusatzertrag. In der Praxis übernimmt ein professioneller Betreiber die Vermarktung – inklusive Präqualifikation bei Swissgrid.
Häufige Fragen
Ab welcher Speichergrösse ist SDL interessant?
Direkt ab 1 MW Gebotsgrösse; über Pooling-Anbieter sind auch kleinere Speicher ab ca. 100 kW wirtschaftlich beteiligbar.
Wer übernimmt die Vermarktung?
Spezialisierte Betreiber wie neutrava übernehmen Präqualifikation, Bewirtschaftung und Abrechnung – Sie erhalten Ihren Anteil an den Erlösen.
Rechnen Sie Ihr Potenzial konkret aus
Kostenlose Simulation mit Schweizer Tarifen – in 2 Minuten.